Noch eine unverbindliche Liste elektronischer Laborbücher

Seit Jahrzehnten (oder sogar Jahrhunderten) werden in den Naturwissenschaften und in der Medizin papiergebundene Laborbücher verwendet, um wissenschaftliche Arbeit zu planen und um Forschungsprozesse zu dokumentieren. Obwohl die digitale Revolution längst auch im Forschungsalltag angekommen ist, nutzen viele Labore und Forschungseinrichtungen nach wie vor rein papierbasierte Dokumentationssysteme. Allerdings stehen selbst die konservativsten Einrichtungen aus Gründen der Effizienz oder Regulatorik zunehmend unter Druck, ihre Arbeit zu digitalisieren.

Die papiergebundene Arbeitsweise bringt eine Menge vermeidbarer Probleme mit sich. Auf Papier dokumentierte Daten lassen sich nur schwer durchsuchen oder kommunizieren. Da nur ein sehr geringer Teil aller Daten für eine Publikation aufbereitet wird, bleiben so die meisten Daten in den Laboren verschollen und landen früher oder später im „Datengrab“, dem Regal im Büro oder der Bibliothek – auch können sie später nicht mehr zurate gezogen werden, wenn der Forschungsgegenstand erneut interessant wird.

Elektronische Laborbücher (ELN, electronic lab notebooks) können hier Abhilfe schaffen, da sie wissenschaftliche Daten digital erfassen und archivieren. Nicht alle Entwickler und Hersteller bieten reine ELN an, sondern offerieren oft Laborbuch-Funktionen als Bestandteil einer größeren Plattform, wie beispielsweise einem Laborinformationssystem (LIMS, laboratory information management system). Die Nutzung eines ganzheitlichen Softwaresystems mit integriertem ELN eröffnet für die Wissenschaftler zahlreiche neue Möglichkeiten, ihre Forschungsarbeit effizienter zu gestalten. Diese bindet Nutzer aber auch zu einem größeren Grad an den entsprechenden Hersteller.

Abbildung 1 Klassifikation elektronischer Laborbücher nach dem Grad der Digitalisierung (links: analog, rechts: digital) und dem Schwerpunkt der Anwendung. (Icons by flaticon.com)

Warum dieser Artikel?

Die Fraunhofer-Institute im Allgemeinen und unsere Projektgruppe im Besonderen sind weder Entwickler, Hersteller noch Vertreiber elektronischer Laborbücher. In der Vergangenheit hat unsere Projektgruppe neuartige Konzepte entwickelt, wie sich elektronische Laborbücher als Schnittstelle zwischen Mensch und Informationssystemen in Labore einbetten lassen (Merlin Bench) oder wie sich solche Konzepte nutzen lassen, um jungen Menschen die Forschung in den Biowissenschaften näher zu bringen (Merlin MS Wissenschaft, 2014). Im Rahmen laufender Forschungsprojekte müssen wir uns aber immer wieder mit dem Stand der Technik elektronischer Laborbücher auseinandersetzen. Dieser Artikel stellt ein Destillat unserer Recherchen dar und soll anderen als Hilfe zum Einstieg in die Thematik dienen.

Wir freuen uns natürlich über Rückmeldungen, die aus dem Artikel resultieren (bitte wenden Sie sich dafür an Sebastian.Schoening@ipa.fraunhofer.de).

Nützliche Quellen

Etwas ungewöhnlich stellen wir benutzte Referenzen, auf denen dieser Artikel basiert, an den Anfang. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens entstand die Recherche auf Basis der Erkenntnisse Anderer: Das Thema „Elektronische Laborbücher“ wird in der Forschungsgemeinschaft derzeitig aktiv verfolgt und die Quellen zeigen, woran wir uns orientiert haben. Zweitens ist der Artikel länger geworden, sodass die wichtigsten Referenzen schnell gefunden werden können.

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Haftungsausschluss

Die aufgeführte Liste zielt nicht darauf ab, vollständig zu sein. Aufgeführte Produkte sind alphabetisch nach Namen des Herstellers und Produkt sortiert aufgelistet. Die Reihenfolge stellt keine Empfehlung, keine Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Produkte dar! In den einzelnen Abschnitten wird zunächst eine neutrale Einschätzung nach unserem Informationsstand und nach bestem Wissen und Gewissen gegeben, ohne Garantie auf Richtigkeit. Klar hervorgehoben schließt sich daran unsere subjektive Einschätzung des Produkts an, soweit wir diese treffen konnten.

Auswahlkriterien

Für uns sind bestimmte Auswahlkriterien wichtig. Ob die gleichen Kriterien für Sie relevant sind, müssen Sie selbst entscheiden!

  • regulatorisch
    • Benutzerauthentifzierung
    • Änderungskontrolle (Audit Trail) für Methoden, Versuche, Experimente, Substanzen und Labormaterialien, …
  • administrativ
    • Lizenz: frei/offen vs. proprietär
    • Wartung und Support
    • Kosten
  • stukturell (siehe Abbildung 1)
    • stark strukturiert, tabellen- oder SQL-datenbankbasiert
    • schwach strukturiert, dokumenten- oder noSQL-basiert
    • prozessorientiert, datenorientiert
  • technisch
    • Datenablage / Speicher: lokal, cloudbasiert
    • Export und Import
    • Plattformen & Betriebssysteme
    • Geräteintegration
    • Prozesssteuerung
    • Programmatische Schnittstellen zur Fernsteuerung und Integration (API)

Die Liste

Die meisten der aufgeführten elektronischen Laborbücher verfügen über die Möglichkeit, Vorlagen zu definieren, wie beispielsweise eine Methodenbibliothek, um den Aufwand bei wiederkehrenden Aufgaben zu reduzieren. Bei vielen ELNs ist es möglich, Dokumente, Bilder und Messergebnisse zu importieren und in der Dokumentation zu kombinieren. Ausgefeilte Suchmöglichkeiten sind ein weiterer Vorteil vieler ELNs. Weiterhin bieten viele Systeme Möglichkeiten des Projekt- und Ressourcenmanagements, was die Arbeit im Team deutlich erleichtern kann. Dank Nutzer- und Rechtemanagement unterstützen elektronische Laborbücher die Zusammenarbeit im Labor, ohne dass der Datenschutz und insbesondere der Schutz geistigen Eigentums zu kurz kommen.

Die Idee elektronischer Laborbücher ist nicht neu und heutzutage haben sich zahlreiche Hersteller auf die Entwicklung derartiger Software spezialisiert. Wir haben uns diverse aktuell auf dem Markt erhältliche ELN-Produkte näher angesehen. Viele Systeme ähneln sich, aber mitunter treten auch signifikante Unterschiede auf. Wo Spezialisierungen sowie Vor- und Nachteile der Systeme liegen, möchten wir in diesem Artikel kurz klären – soweit wir können und immer basierend auf unserer subjektiven Einschätzung.

Zur Einschätzung der einzelnen Systeme haben wir uns an verschiedenen Kriterien orientiert, die für die Anwender von ELNs besondere Wichtigkeit haben. Dazu zählen neben den oben aufgeführten Funktionen die Nutzerfreundlichkeit und die grafische Gestaltung der Bedienschnittstelle. Ein weiterer Aspekt sind die Organisationsmöglichkeiten: Erleichtert das System die Zusammenarbeit im Team und können Nutzer eigene Projekte und Arbeitsabläufe (workflows) integrieren und verwalten? Außerdem überprüften wir, ob und wie gut es möglich ist, neue und bereits existierende Protokolle einzubringen und zu bearbeiten. Vor allem das Hochladen ursprünglich papierbasierter Daten sowie nichttextbasierter Dateiformate (Bilder, Grafiken oder Scans) spielt eine wichtige Rolle, wenn papierbasierte Laborbücher in neue Software eingebunden oder umgewandelt werden sollen.

Agilent Technologies – Open Lab ELN

Das Unternehmen Agilent bietet sein Produkt Open Lab ELN als eine „zentrale Stelle für die Organisation und das Teilen von Informationen zwischen Labormitarbeitern“ an, das heißt das ELN soll nicht nur die Dokumentation von Experimenten ermöglichen, sondern auch die Organisation von Arbeitsabläufen und die Zusammenarbeit von Laborteams erleichtern.

Das ELN ist eine webbasierte Java-Applikation, die zusätzlich von einer mobilen App ergänzt wird, welche besonders positiv hervorzuheben ist. Diese App ist intuitiv, interaktiv und nutzerfreundlich gestaltet. Eine Timer- und Erinnerungsfunktion sowie die Möglichkeit, direkt zwischen PC und App zu wechseln, sind weitere nützliche Eigenschaften. Das Interface des ELN hat uns allerdings wenig überzeugt. Außerdem ist kein Tracking-System vorhanden und auch die Integration externer Geräte ist schwierig, da das System beispielsweise nicht mit Android kompatibel ist.

Link: http://hpst.cz/sites/default/files/attachments/openlab-eln-brochure.pdf
Stand: Mai 2019

Agile Bio – Lab Collector

Agile Bio beschreibt den Lab Collector folgendermaßen: „LabCollector is a LIMS, and the Electronic Lab Notebook (ELN) add-on for LabCollector allows storage and management of experiments/protocols. LabCollector is both an electronic notebook and a lab management tool. You can store your notes and track your samples. Data stored are identified with a barcode to easily retrieve the right sample. LabCollector allows you to manage inventory. The system is customizable to adapt to the specificity of your lab, even for non-informaticians. The notebook is accessible by the team with different access rights”.

Um sich ein Bild vom Lab Collector zu machen, kann man den Free-Trial ausprobieren. Der Lab Collector ist intuitiv und nutzerfreundlich. Die Tools können je nach Forschung individuell angepasst und personalisiert werden. Besonders positiv hervorzuheben ist das Location Tool, welches dabei hilft, Utensilien, Material oder Aufbewahrungsraum zu finden.

Linkhttps://labcollector.com/
Stand: April 2018, zu prüfen

Chemotion-ELN

Das noch recht junge elektronische Laborbuch Chemotion ELN ist eine webbasierte, kollaborationsorientierte Software, die den Arbeitsablauf synthetisch-organischer Chemielabore nahezu perfekt und hochspezialisiert digital abbildet. Die Software wurde durch die Arbeitsgruppe von Prof. Bräse am KIT (Karlsruhe, Deutschland) im Kontext von Forschungsprojekten entwickelt und wird auch weiterhin durch diese gepflegt. Das Chemotion ELN ist Teil des sogenannten Chemotion-Projektes, zu dem u.a. das Chemotion Repository gehört – ein zentral gehosteter, persistenter Service zur Verwaltung von Molekülen und Reaktionen für eindeutige Referenzierung (DOI) in der Forschung.

Die Benutzeroberfläche des Open-Source-ELN wurde intuitiv mit modernen Frameworks gestaltet. Sie spiegelt den Workflow in synthetischen organischen Laboratorien wider, ist daher aber für andere Fachbereiche in der aktuellen Form ohne Programmierarbeit nur eingeschränkt übertragbar.

Die zentralen Konzepte des ELNs sind „Proben, Produkte und Reaktionen“; dementsprechend unterliegen die Bedienelemente einer reaktionszentrierten, starren Struktur (Ausgangsmaterial, Reaktanten, Produkte, Beschreibung), die aber durch anschauliche Visualisierung chemischer Strukturen hervorsticht und die Kalkulationen für komplexe Reaktionen bereits integriert. Versuchsdurchführungen werden rein textbasiert beschrieben, wobei Textbausteine vordefinierbar sind. Teilaufgaben (bspw. Aufreinigung) können separat definiert werden, so dass sich leicht eine beliebig lange „Liste“ von Teilaufgaben erstellen lässt. Versuchsdurchführungen lassen sich zeitlich anberaumen und können während der Durchführung kontinuierlich aktualisiert werden. Referenzen und Anlagen können leicht eingefügt werden; ebenso kann direkt auf eine chemische Ontologie (CHR) für Bezeichner zurückgegriffen werden. Das Chemotion ELN bietet weiterhin einen eingebauten Viewer für Analytikdaten (NMR/IR/MS), der eine Nachbearbeitung und automatisierte Plausibilitätschecks bietet. Eine umfangreiche Suche, sowohl textuell als auch strukturell (chemisch), eine starke Integration von Ketcher/ChemDraw (Molekülvisualisierung) sowie der Export über Standardformate XLSX, SDF bzw. für das Reporting (DOCX) oder für Publikationen runden die Funktionalität der Bedienschnittstelle ab.

Für die Geräteintegration greift Chemotion ELN via Remote-Verbindung auf Gerätesteuerrechner über TightVNC zu und ermöglicht damit die Anbindung alter Systeme (wie Windows 95) oder von Nicht-Windows-Systemen, wie Linux. Die automatisierte Datenübertragung ist über E-Mail-Versand, überwachte Netzwerkordner (direkt oder via Shellskript-Automatisierung) oder via USB-Dongle (plus überwachte Netzwerkordner) realisiert. Eine Vielzahl der in der synthetisch-organischen Chemie gängigen Geräte (Heizrührer, GC/MS, Raman-Spektrographen, …) wurde damit bereits integriert.

YouTube-Tutorialvideos auf der Webseite des Projektes geben einen Eindruck der Funktionen und der Bedienung des Chemotion ELN. Über die Webseite besteht weiterhin die Möglichkeit, ein kostenloses Testkonto zu eröffnen und somit die Funktionsweise des ELN in einer Demoversion zu erproben.  Das vollständige Programm steht interessierten Forschergruppen kostenlos zur Verfügung und kann z.B. an Universitäten vom lokalen Rechenzentrum gehostet werden oder selbstständig von einzelnen Instituten oder Forschergruppen auf eigenen Servern installiert werden. Die Software unterliegt einer Open-Source-Lizenz.

Links

Stand: Oktober 2019

PerkinElmer – ENBiology/ENChemistry

PerkinElmer hebt an EN Biology/EN Chemistry folgende Punkte hervor:

“Data management, plate management and instrument integration. Searchable data module. Collaboration and decision-making while providing enterprise-level secure storage and protection of intellectual property.”

Auch hier ist das Ausprobieren eines Free-Trials möglich, allerdings sind insgesamt eher wenige Informationen im Netz verfügbar. Positiv hervorgehoben werden kann die Möglickeit, Experimente und Ergebnisse anhand von Zeichnungen oder Grafiken darzustellen und zu veranschaulichen. Das System erscheint intuitiv benutzbar und bietet die Möglichkeit des Trackings von Substanzen und Labware. Außerdem können Daten gut integriert werden. Ob und wie die Zusammenarbeit im Labor selbst oder auch mit anderen Laboren möglich ist oder erleichtert wird, erschloss sich uns nicht.

Link:
Stand: April 2018

SciNote LLC – SciNote

Bei SciNote handelt es sich um ein dokumentenbasiertes Open-Source-ELN, das Grundzüge einer Prozesssicht anbietet. Das webbasierte Produkt bietet eine nutzerfreundliche Bedienschnittstelle und ein ansprechendes Design. Der allgemeine Arbeitsablauf wird anschaulich dargestellt („who – what – when“) und Änderungen an Daten sind problemlos rückverfolgbar.

SciNote bietet eine grundlegende Möglichkeit zur Verwaltung von Labware und Substanzen (inventory) sowie eine rechtegesteuerte Zugriffskontrolle (access control) auf Artefakte des Systems. Die direkte Integration von Drittgeräten oder Services ist unklar.

Seit kurzem bietet SciNote für Entwickler eine Web-API an, mit der die Software an andere Software angebunden werden kann.

Link: https://scinote.net/
Stand: April 2019

Elsevier – Hivebench

Die Hivebench von Elsevier ist ein Webbrowser-Tool und schneidet in unserem Ranking besonders gut ab. Das übersichtlich und ästhetisch gestaltete Interface und die hohe Nutzerfreundlichkeit sprechen ebenso für Hivebench wie das „Lab on the Go“ auf iPad und iPhone. Es ist möglich, private Profile anzulegen und so den Workflow zu vereinfachen. Organisation und Tracking sind ebenfalls integriert.

Ein Nachteil der Hivebench ist, dass keine Daten von bestimmten Geräten einbezogen werden können. Außerdem ist das Erstellen von Protokollen nach Meinung einiger User schwierig und es ist nicht möglich, Tabellen zu erstellen. Hivebench ist nur mit iOs kompatibel.

Linkhttps://www.hivebench.com/
Stand: April 2018

Bio-iTech BV – eLabJournal

Auch das eLabJournal schneidet in unserer Bewertung gut ab. Hervorzuheben sind hier die zahlreichen Organisationsmöglichkeiten, die beispielsweise Barcode-Scanning oder das Personalisieren von Aufbewahrungsplätzen, wie Freezern oder dem Kühlschrank, beinhalten. Experimente können auf einfache Art und Weise in Projekte, Studien oder Forschergruppen aufgeteilt werden. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Nutzerfreundlichkeit. Nutzer bezeichnen das eLabJournal als „systematical, safe and efficient data storage“. Potenzial zur Verbesserung sehen wir im Bereich der Intuitiveness und der Erleichterung der Teamarbeit.

Linkhttps://www.elabjournal.com/
Stand: April 2018

Benchling – Benchling Notebook

Benchling beschreibt das Benchling Notebook als “platform for life sciences research. Scientists can design, share, and record experiments on one interface. Our unified platform consists of an Electronic Lab Notebook, Biological Registration System, and Molecular Biology Design and Analysis Suite. Personal version: Design, analyze, and record your experiments on our unified software platform. Ideal for academics and small teams. Enterprise: Manage your R&D organization with enterprise-grade compliance features and advanced workflow functionality. Ideal for commercial teams“.

Beachtet werden muss hierbei, dass das Unternehmen in erster Linie auf Klon-Methoden spezialisiert ist und daher auch im Benchling Notebook nützliche DNA-tools vorhanden sind. Das System dient in erster Linie als elektronisches Notizbuch. Die Nutzer können auf einer weißen Seite festhalten, was sie gemacht haben und dies dann mit Protokollen, Beispielen oder Dokumenten daran „anheften“. Nützlich ist vor allem die integrierte Timer-Funktion. Das System ist jedoch wenig intuitiv und beinhaltet keine Tracking-Möglichkeit. Auch die Integration von anderen Devices ist nicht vorgesehen.

Linkhttps://www.benchling.com
Stand: April 2018

Dassault Systems BIOVIA – Biovia

Laut dem Unternehmen ist das BIOVIA Notebook Cloud “a secure, rapidly deployable, zero-install notebook hosted in a state-of-the-art SOC-compliant data center”. Das Interface ist modern und ansprechend. Es ist leicht, neue Protokolle zu erstellen und chemische Substanzen hinzuzufügen. Allerdings gibt es kein Tracking-System und auch die Möglichkeit der Integration anderer Geräte ist nicht vorhanden.

Link:
Stand: April 2018

BioData Ltd. – Labguru

Labguru von BioData Ltd. erleichtert die Implementierung von neuen Protokollen und überzeugt durch ein ansprechendes Interface. Auch die Organisationsfunktion ist sehr gut und beinhaltet ein Tracking-System. Bei der Frage, ob das System intuitiv ist, gehen die Meinungen auseinander.  Während einige Nutzer Labguru durchaus als „besonders intuitiv“ bewerten, kommen andere wegen der komplexen Projektansicht nicht gut zurecht. Labguru bietet keine freie Lizenz an.

Linkhttps://www.labguru.com/
Stand: April 2018

Labordatenbank GmbH – Labordatenbank

Die Anwendung wird als Online-Service oder als vorkonfigurierte Virtuelle Maschine bereitgestellt. Die Nutzer verwenden die Labordatenbank über einen Webbrowser. Aus diesem Grund beschreibt die Laborbank GmbH ihr ELN als „eine moderne, webbasierende Labor Software (LIMS), die den Funktionsbedarf eines Labors genau abdeckt“. Die Verbindung zu einer Vielzahl anderer Geräte (PC, Phone, Tablet) ist möglich. Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Daten zu exportieren oder zu importieren. Daher ist dieses ELN sehr nützlich, um Daten zu verwalten und mit Kollegen oder Kunden zu teilen. Das Interface ist allerdings weder intuitiv noch optisch ansprechend. Als LIMS (Labor-Informations- und Management-System) ist die Labordatenbank definitiv nützlich, da die Aufbewahrung und Verwaltung von Daten gut möglich ist. Protokolle und andere Features sind hingegen problematisch, beziehungsweise nicht vorhanden.

Link: https://www.labordatenbank.de/
Stand: April 2018

LabFolder GmbH – Labfolder

Labfolder ist laut Hersteller ein Dokumentations- und Planungstool für die Laborforschung. Es hilft Wissenschaftlern, ihre Experimente besser zu planen, ihre Ergebnisse zu dokumentieren und mit anderen Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei im Life Science Bereich. Das Design ist simpel und relativ intuitiv. Externe Apps wie Dropbox oder Mendeley sind leicht zu integrieren. Außerdem ist es möglich, frei Hand zu zeichnen bzw. Notizen zu machen. LabFolder ist eher für kleinere Teams geeignet. Es ist kein Tracking System vorhanden und auch die Integration von Daten ist schwierig.

Linkhttps://www.labfolder.com
Stand: April 2018

LabArchives – LabArchives LLC

Die Firma beschreibt das LabArchives LLC folgendermaßen: “LabArchives is a cloud-based software application (Software-as-a-Service) which replaces the traditional paper notebook in professional research labs and higher education institution lab courses.” LabArchives ist sehr intuitiv und erleichtert die Zusammenarbeit im Team. Der Upload von Fotos ist ebenso möglich wie das Konvertieren des gesamten Notebooks in eine PDF-Datei. Es ist kein Tracking-System vorhanden und auch das Einbringen anderer Devices ist nicht möglich.

Die Meinungen von Nutzern im Netz gehen weit auseinander. Vor allem der geringe Speicherplatz und die komplizierte Nutzung werden kritisiert. Der Kundenservice sei ebenfalls nicht zuverlässig.

Link:
Stand: April 2018

eLabFTW

Die Hersteller von eLabFTW schreiben über ihr Notebook: “eLabFTW is an electronic lab notebook manager for research teams. It also features a database where you can store any kind of objects.” Dieses Notebook ist Open-Source und wurde von Nicolas Carpi entworfen. eLabFTW ist intuitiv und hat ein sehr ansprechendes Interface. Auch das Erstellen und Strukturieren von Protokollen ist sehr gut möglich. Ein Tracking-System ist nicht vorhanden und auch das Einbinden von Devices ist nicht vorgesehen. Wer auf diese Features verzichten kann, trifft mit dem eLabFTW unserer Meinung nach aber eine gute Wahl.

Linkhttps://www.elabftw.net/
Stand: April 2018

Docollab – docollab

“Unleash team’s creativity and productivity with Docollab collaborative workspace. A single place for all team’s documents, tasks and files”, schreibt Docollab über das ELN. Tatsächlich ist die Integration von Daten bei Docollab sehr gut möglich. Es ist außerdem nutzerfreundlich und intuitiv, bietet zahlreiche Features und viel Speicherplatz. Allerdings ist dieses ELN nicht mit mobilen Geräten kompatibel.

Link: https://www.docollab.com/
Stand: April 2018

Waters – NuGenesis ELN

Waters beschreibt dieses ELN als “comprehensive data management and workflow solution that supports the entire product lifecycle from discovery through manufacturing. The software platform includes an electronic laboratory notebook (NuGenesis ELN), a scientific data management system (NuGenesis SDMS), and standard LIMS functionality (NuGenesis Sample Management)”. Besonders hervorzuheben ist hier die Integration von anderen Devices, die sehr gut möglich ist. Leider erhält man im Netz nur schwer genauere Informationen über dieses ELN.

NuGenesis bekam im Jahr 2008 Bronze und 2006 sogar Gold in der Kategorie “Best-in-class Data Management” bei den Scientific Computing Readers’ Choice Awards.

Link: https://www.waters.com/waters/en_US/NuGenesis-Lab-Management-System/nav.htm?locale=en_US&cid=10067099
Stand: April 2018

Findings Software SAS – Findings

Das Unternehmen beschreibt sein ELN folgendermaßen: “Findings helps to organize the lab workflow. Findings supports a shareable protocol library. You can design a protocol, take notes and get notified at each step of the experiment. Documents or results are attached to an experiment structure. The tool has a collaboration feature for lab managers to assign tasks. Findings stores your documents via Dropbox“. Abgesehen von der erwähnten Dropbox gibt es allerdings keine weiteren Möglichkeiten, seine Ergebnisse mit Teammitgliedern zu teilen. Außerdem ist dieses ELN nur mit iOS kompatibel.

Auf der anderen Seite wirkt das Interface simpel und übersichtlich. Die Organisation des Workflows wird durch Findings stark erleichtert, beispielsweise durch eine Kalenderfunktion. Auch das Strukturieren und Bearbeiten von Protokollen wird durch Findings vereinfacht. Allerdings ist dieses ELN weniger für den Bereich der Chemie, sondern eher für Biotechnologen geeignet.

Link: https://findingsapp.com/
Stand: April 2018

Labll – Labll

Labll wurde von Forschern der Stanford University entwickelt. Es besteht hier eine klare Trennung zwischen ELN und LIMS. Labll ist sehr nützlich, um Informationen zu finden und den Workflow zu organisieren. Es können mehrere Nutzer gleichzeitig an einem Dokument arbeiten und dieses beispielsweise kommentieren. Labll ist cloudbasiert und beinhaltet kein Tracking-System.

Linkhttps://www.labii.com/
Stand: April 2018

ResearchSpace – RSpace

Die Rspace Community schreibt: “RSpace ELN is an affordable and secure enterprise grade Electronic Lab Notebook (ELN) that catalyzes research and allows organizations to enjoy the benefits, efficiencies and long-term cost savings of centralized, paperless data storage”. Das Interface erinnert an Dropbox, ist allerdings nicht besonders intuitiv. Dafür gibt es aber besondere Funktionen, wie beispielsweise die Möglichkeit, von Hand zu zeichnen oder elektronisch zu unterschreiben. Rspace funktioniert auch als Email-Server.

Link: https://www.researchspace.com/
Stand: April 2018, zu prüfen!

Digital Science – Projects

Dieses Laborbuch zeichnet sich durch einfache Bedienung und eine intuitive Benutzeroberfläche aus. Auch deshalb wird der Arbeitsfluss kaum beeinträchtigt. Wem diese Kriterien wichtig sind, der sollte sich Projects einmal näher ansehen. Allerdings muss er dann auch das fehlende Tracking-System und schlechte Vernetzungsmöglichkeiten in Kauf nehmen. Projects ist nicht mit Windows kompatibel. Bei Fragen und Problemen findet man auf der Website umfangreiche Unterstützung.

Link:
Stand: April 2018, zu prüfen!

LabTrack LLC – Labtrack

Labtrack ist das erste elektronische Laborbuch, das auf den Markt kam. Doch was Ende des letzten Jahrtausends noch State-of-the-Art war, kann heute nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten. Trotz Features wie automatischer Hackererkennung, unbegrenzter Nutzeranzahl und integriertem Mailaccount können wir von Labtrack nur abraten. Neben einer schwer zu durchschauenden Bedienung, die immer wieder die Aufmerksamkeit beansprucht und dadurch alles andere als nutzerfreundlich ist, bemängeln wir die Organisations- und Integrationsmöglichkeiten sowie das fehlende Tracking-System dieses ELN.

Link: http://labtrack.com/
Stand: April 2018, zu prüfen!

Labware LIMS + ELN

Die amerikanische Firma Labware bietet eine kombinierte Lösung eines Laborinformationsmanagementsystems (Labware LIMS) mit einem elektronischen Laborbuch (Labware ELN) gleichen Namens an. Der Kern der Software ist eine tabellenzentrierte, das heißt stark strukturierte Sicht auf Artefakte des Systems (Labormaterialien, Daten, Abläufe, Experimente, …), was insbesondere im regulierten Umfeld (GMP compliance) seine Stärken ausspielt. Einzelne Experimente werden als sogenannte Worksheets behandelt, das heißt anwendungsspezifisch strukturierte Tabellen, die relevante Daten und Kontrollmechanismen implementieren. Umfangreichere Abläufe werden als Workbooks realisiert, also als Sequenzen einzelner Schritte, die wiederum durch Worksheets eingebunden werden. Die Firma bietet die Entwicklung von Tabellen als Dienstleistung an, offeriert aber im Rahmen eines Lizenzvertrages auch umfangreiche Lehrgänge, die es Labormitarbeitern ermöglichen sollen, eigene Anpassungen von Worksheets und Workbooks vorzunehmen.

Geräte sowie Quellen und Senken von Daten werden über propriertäre, netzbasierte Schnittstellen kunden- und anwendungsspezifisch eingebunden, was unter Umständen zusätzliche Entwicklungskosten verursacht (allerdings werden bestehende Adapter und Treiber wiederverwendet). Instrumentenbasierte Experimente lassen sich durch eingebaute Simulatoren trockentesten.

Labware LIMS existiert als webbasierte Anwendung, Labware ELN ist zum Stand dieses Artikels einzig als Windows-Einzelanwendung verfügbar.

Link: https://www.labware.com
Stand: Mai 2019

KineMatik Ltd. – Kinematik

Während Kinematik bei der Benutzerfreundlichkeit im oberen Drittel der Elektronischen Laborbücher angesiedelt ist, lassen die Organisationsmöglichkeiten (Workflow, fehlendes Tracking-System) etwas zu wünschen übrig. Da Kinematik aber beim Editieren der Protokolle („free-form experimental recording, automatic report generation“) sowie bei der Integration von Daten und Geräten (Laborinstrumente, LIMS) sehr gut abschneidet, ist es durchaus empfehlenswert.

Link:
Stand: April 2018, zu prüfen

PerkinElmer – Elements

Dieses Laborbuch gibt es in den Versionen Basic, Pro und Classroom, die sich unter anderem hinsichtlich des Speicherplatzes unterscheiden. Es wird beschrieben als “simple cloud-based electronic notebook/project space that can be used to write up any scientific experiment in a collaborative, real-time format”. In der Tat ist es sehr angenehm zu bedienen. Die Text-Tools erinnern an Microsoft Word, das Erstellen von verschiedenen Vorlagen ist möglich, die Funktionen sind übersichtlich angeordnet. Das Hinzufügen von Dateien ist einfach, solange es sich um Dateien auf dem gleichen Gerät handelt. Unser einziger Kritikpunkt ist die Vernetzung des ELN, die etwas besser sein könnte.

Link:
Stand: April 2018, zu prüfen

idbs E-WorkBook

Dieses cloud-basierte Laborbuch besitzt ein schlichtes Design und ist recht einfach zu bedienen, wenn auch nicht ganz intuitiv. Da alle Daten bezüglich des Experiments auf einer Seite angezeigt werden, fällt die Analyse leicht und der Arbeitsfluss wird nicht unterbrochen. Gut gefallen haben uns auch die Möglichkeiten, die es hinsichtlich Vernetzung innerhalb des Labors und zwischen Laboren bietet.

Link: https://www.idbs.com/discover-e-workbook/eln/
Stand: April 2018, zu prüfen

Lab-Ally – CERF 5.0

CERF bietet eine praktische Audio-Aufnahme-Funktion und schneidet überdurchschnittlich gut ab bei der Vernetzung der Analysegeräte mit der Software, das heißt der Integration der Ergebnisse in diese. Die Molekularstruktur-Ansicht, das gute Funktionieren mit OSX und die direkte Verbindung zu Mailprogrammen kommen bei Nutzern gut an. Während eine Person an einem bestimmten Dokument arbeitet, ist die Bearbeitung desselben Dokumentes durch andere Personen nicht möglich.

Trotzdem ist dieses Laborbuch nicht zu empfehlen. Das Design ist altmodisch und alles andere als intuitiv, beispielsweise durch die Icons, die nur schwer von Erstnutzern zu verstehen sind. Man braucht lange, um die Struktur des Laborbuchs zu verstehen und sich orientieren zu können. Auch danach ist die Bedienung unhandlich.

Link: https://lab-ally.com/cerf-5-0_is_here/
Stand: April 2018, zu prüfen

Genohm SLIMS

Die Schweizer Firma Genohm offeriert ein cloudbasiertes System namens SLIMS, das Funktionen eines LIMS mit denen eines ELN kombiniert. Die Software bietet ein modernes Design und insbesondere Funktionen zur Probenverwaltung und -verfolgung (sample management and sample tracking), Prozessverwaltung (workflow management) sowie zur elektronischen Dokumentation von Experimenten. Einsatzschwerpunkte sind Next-Generation-Sequencing (NGS) und Biobanking.

Link: https://www.genohm.com/
Stand: Mai 2019, zu prüfen!

The Edge Software Consultancy Ltd. – BioRails ELN

Obwohl die integrierte Analysesoftware und die praktische Notizfunktion für Bilder durchaus praktisch sind, überzeugt uns dieses ELN nicht. Das einfache Design macht einen veralteten Eindruck, außerdem ist die Bedienung kompliziert und nicht nutzerfreundlich.

Link: https://www.edge-ka.com/biorails-eln
Stand: April 2018, zu prüfen!

eNovalys – Lab Book

Dieses Laborbuch wurde für Chemiker entwickelt. Durch diese Spezialisierung sind einige Funktionen speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten, was dazu führt, dass das Lab Book für Anwender anderer Fachrichtungen ungeeignet ist.

Bei diesem ELN beschränkt man sich auf die Basis-Funktionen. Das bedeutet konkret: Weniger Möglichkeiten, aber dafür in einem angenehmen, simplen und intuitiven Design, das von den Nutzern sehr gelobt wird. Es beinhaltet außerdem eine integrierte Suchmaschine.

Link: http://www.enovalys.com/
Stand: April 2018, zu prüfen!

Riffyn.com

Die junge Firma Riffyn.com bietet einen neuartigen Ansatz für elektronische Laborbücher: Sie etabliert eine datenzentrierte Sicht auf Laborabläufe, die sich von den gängigen tabellenbasierten (stark strukturierten) und dokumentenbasierten (schwach strukturierten) Sichten unterscheidet. Experimente werden als Datenflussdiagramme entworfen, wobei einzelne Arbeitsschritte als funktionale Blöcke Daten generieren und/oder konsumieren. Die zugrundeliegende Datenhaltung übernimmt Riffyn automatisch. Eine weitere Stärke ist die Anbindung externer Quellen und Senken von Daten, beispielsweise Datenbanken oder Visualisierungstools.

Link: https://riffyn.com/
Stand: Mai 2019

Labstep

Link https://www.labstep.com/
Stand: Mai 2019, zu prüfen

Mestrelab MBook

Link: https://mestrelab.com/software/mbook/
Stand: Mai 2019, zu prüfen

scilligence 

Linkhttps://www.scilligence.com/web/scilligence-eln/
Stand: Mai 2019, zu prüfen

SapioSciences

Link: https://www.sapiosciences.com
Stand: Mai 2019, zu prüfen

SCICORD ELN

Link: https://scicord.com/
Stand: Mai 2019, zu prüfen

Sonstige oder fachfremde Lösungen

Andrew Alliance One Lab

Die webbasierte Software OneLab der recht jungen Firma Andrew Alliance ist kein vollständiges elektronisches Laborbuch im eigentlichen Sinne, erlaubt aber das einfache Design von Pipettierabläufen, die dann auf den von der Firma entwickelten Pipetten-Manipulatoren automatisiert ausgeführt werden können. Die Software bietet eine sehr ansprechende moderne Bedienschnittstelle und der Ansatz der Pipetten-Manipulatoren ist allemal konsultierenswert, da sie recht kostengünstig sind und sich im technologischen Ansatz erfrischend vom Rest der Pipettiervollautomaten auf dem Markt abheben.

Link: https://www.andrewalliance.com
Stand: Juni 2019

Microsoft OneNote

Ein Teil der aktuellen Office-Suite Microsofts ist das Notizprogramm OneNote, das sich ebenfalls als ELN gebrauchen (missbrauchen?) lässt. OneNote erlaubt es, multi-medial (textuell, grafisch, akustisch, …) Notizen anzulegen und diese in unterschiedlichen virtuellen Büchern und Abschnitten zu organisieren. Hervorzuheben ist die eingebaute Möglichkeit zur Kollaboration. Weiterhin sind sowohl Einzelanwendungen für Windows und Mac OS verfügbar wie auch Apps für verschiedene Mobilsysteme und ein Online-Portal (https://www.onenote.com) zum browserbasierten Arbeiten. OneNote arbeitet zunehmend gut mit der Stifteingabe zusammen, ein entsprechendes Gerät vorausgesetzt. Nachteilig ist die im Gegensatz zu anderen ELNs fehlende Ablage strukturierter und unstrukturierter Daten, die mit zunehmender Komplexität schnell abnehmende Arbeitsgeschwindigkeit, der unterentwickelte Export (und Import) in Fremdformate (beispielsweise zusammenhängende Reports, die auch korrekt auf DIN-A4-Seiten abgebildet werden), sowie das unabdingbare Auslagern der Daten auf Microsoft-Server, wenn man kollaborativ arbeiten möchte.

Link: https://www.onenote.com
Stand: Mai 2019

Google Docs

Googles Online-Textverarbeitungsprogramm eignet sich in Maßen auch zum Einsatz als ELN. Im Wesentlichen gelten dieselben positiven und negativen Aspekte wie von Microsoft OneNote. Im Gegensatz dazu ist das flexible Arbeiten in Google Docs noch weiter eingeschränkt, aber der Export/Import von Daten besser ausgeprägt und es stehen weitere Google-Produkte wie Google Scholar, Google Books oder Google Sheets zur Verfügung.

Link: https://docs.google.com
Stand: Mai 2019

Web-API

Folgende ELNs verfügen unseres Wissens nach über moderne Web-APIs, mit denen die Software ferngesteuert oder in andere Systeme eingebunden werden kann. Bei einigen Produkten ist eine Anmeldung erforderlich, um die Online-Dokumentation einzusehen.

Anmerkung Web-APIs sind nicht automatisch kompatibel! Das heißt, wenn Produkt A und B jeweils über eine Web-API verfügen, heißt das nicht, dass sie automatisch miteinander “reden” können. Dafür müssen gewöhnlicherweise separate Softwareadapter entwickelt werden (Kosten!). Eine 1:1-Abbildung zwischen Produkten ist nicht unbedingt oder nicht ohne erheblichen Aufwand möglich, wenn zugrundeliegende Konzepte sich stark unterscheiden (beispielsweise dokumentenbasiert vs. SQL-basiert) oder Funktionen nur unvollständig vorhanden sind (nicht alle ELNs bieten einen äquivalenten Satz an Web-API-Methoden an).

Agilent ILAB
Agilent Genohm SLIMS Infos nur auf Anfrage
Benchling (V1) und Benchling (V2)
eLabJournali/
LabArchives
Labcollector
Labfolder
Labguru
Labstep
Riffyn.comkostenlose Anmeldung erforderlich
Rspace
sciNotekostenlose Anmeldung erforderlich

Stand: Mai 2019

Demo-Lizenzen

Folgende Produkte bieten einfache Testlizenzen zum Ausprobieren.

Agilent Genohm SLIMS Demo
Benchling
eLabJournal30-Tage-Test
LabArchives
Labcollector30-Tage-Test
Labfolder
Labguru
LabstepDemo
Mestrelab Mbook45-Tage-Test
Riffyn.com
Rspace
sciNote

Stand: Mai 2019

Eingestellte Produkte

Axiope Limited – eCat

Das ELN ECat von Axiope Ltd. war der Vorläufer von RSpace und wurde in der ersten Dekade der 2000er Jahre an der Universität Edinburgh entwickelt. Das Produkt wurde später von Research Innovations Limited aufgekauft und das Produkt ging in RSpace auf.

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Zusammenfassung

Welches elektronische Laborbuch sich am besten eignet, ist angesichts des großen Angebots auf dem Markt schwer zu entscheiden. Zunächst ist natürlich die Einsatzdomäne zu beachten, dann sind Anforderungen an den eigentlichen Einsatzzweck detailliert herauszuarbeiten und schließlich auf den jeweiligen Funktionsumfang abzubilden und mit dem verfügbaren Budget abzustimmen.

Wir hoffen, mit dieser Zusammenfassung einen guten ersten Start zur weiteren Recherche zu ermöglichen. Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl und Bewertung einer geeigneten Softwarelösung benötigen, kontaktieren Sie uns. Wir helfen gerne weiter!

Autoren

Dieser Artikel ist mit Unterstützung von Nuno Brenner Miguel, Franziska Arends, Liska Schöck, Amelie Marie Weber, Lucia Gordillo Perez und Iva Tjoeng im Rahmen ihrer Tätigkeiten bei und für Fraunhofer entstanden.

1 Kommentare:


  1. Avatar

    Ich bin auf der Suche nach einer neuen Software für mein Labor. Daher bin ich auf deinen Beitrag gestoßen und finde deine Tipps sehr hilfreich! Ich werde mich auf jeden Fall weiter darüber informieren und einige Vorschläge mal probieren. Danke!

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