Arbeitspakete

Arbeitspaket 1: Bedarfsanalyse und Szenarienentwicklung
(Leitung: Fraunhofer INT)

In den ersten Monaten des Projekts werden die wissenschaftliche und praktische Grundlage für RESKON gelegt. Hierzu wird ein Überblick über bestehende wissenschaftliche Ansätze zu Resilienz und zur Resilienzerhöhung erstellt und analysiert, wie Resilienz in Behörden derzeit geschaffen und gesteuert wird. Darüber hinaus wird untersucht, welche gesellschaftlichen Trends sich auf die Zukunft der behördlichen Praxis und ihrer Vulnerabilität auswirken könnten. Außerdem werden zwei Bedrohungsszenarien erarbeitet und ihre potenziellen Auswirkungen identifiziert, sowie damit zusammenhängenden Aufgaben für verschiedene Behörden. Es wird einerseits ein Hitze-Dürre-Szenario und andererseits ein Krisenszenario mit hybriden Angriffen und Truppenverlegungen an die NATO-Ostgrenze erarbeitet.

Arbeitspaket 2: Fähigkeitsmodell
(Leitung: TH Wildau)

In diesem Arbeitspaket wird eine qualitative Gesamtmethode für Behörden zur Bestimmung ihres gegenwärtigen sowie erforderlichen Fähigkeitsniveaus erarbeitet. Dazu gehören ein Fähigkeitsmodell der behördlichen Resilienz (kohärente Katalogisierung resilienz-relevanter Fähigkeiten) und ein Konzept zur feingliedrigen Fähigkeitsevaluierung, bestehend aus der Bestimmung des (1) aktuellen Fähigkeitsniveaus, des (2) erforderlichen allgemeinen Fähigkeitsniveaus (Basisresilienz) sowie des (3) spezifischen Fähigkeitsniveaus (Fähigkeitsprofile). Außerdem wird ein zusammenfassender, anwendungsorientierter Leitfaden entwickelt.

Arbeitspaket 3: Resilienzquantifizierung für behördliche Prozesse
(Leitung: Fraunhofer EMI)

Ergänzend wird eine Methode zur Resilienzquantifizierung für behördliche Prozesse entwickelt, um die Resilienz von Behörden quantitativ messbar zu machen. Dies ermöglicht eine quantitative Messung des Status Quo behördlicher Resilienz, aber auch eine skalierbare Bewertung der Effizienz von Maßnahmen zur Krisenprävention und -bewältigung und. Die Quantifizierung beruht dabei auf einer Netzwerk- und „Prozess“modellierung einer Behörde und ihrer Aufgaben. Das Modell baut auf dem Verständnis behördlicher Strukturen (Arbeitspaket 1) und damit verbunden Fähigkeiten (Arbeitspaket 2) auf. Es werden zudem einfache resilienzsteigernde Maßnahmen gesammelt, deren Wirkungen sich mit Hilfe des Modells abbilden lassen.

Arbeitspaket 4: Methodenkatalog
(Leitung: Fraunhofer INT)

Für eine umfassende Sammlung geeigneter Ansätze zur Resilienzsteigerung wird ein nutzerangepasster und übertragbarer „Methodenkatalog“ entwickelt, der eine umfangreiche Auswahl geeigneter komplexer Maßnahmen/Methoden, wie Modelle und Vorgehensweisen zur Steigerung der Resilienz von Behörden, enthält. Die einzelnen Methoden im Katalog sollen dabei hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und ihres erwarteten Potenzials im Einsatz bei Behörden bewertet und kommentiert vorliegen. Der Katalog soll Good Practices und Basisprozesse zur Resilienzentwicklung, sowohl aus dem behördlichen Umfeld als auch nicht-behördlichen Kontexten beinhalten. Außerdem werden Entwicklungs- und Transformationskonzepte einbezogen, die aufzeigen wie Behörden sich organisational umgestalten könnten, um Resilienz systemisch zu erhöhen.

Arbeitspaket 5: Kooperationskonzept – Erfassung und Optimierung behördlicher Kooperation
(Leitung: BBK)

Das Ziel des Arbeitspakets ist es, bestehende Kooperation zu evaluieren und ein Kooperationsmodell „SOLL“ zu definieren, das die bestehenden behördlichen Strukturen ergänzt und die behördliche Kooperation sowohl in als auch zwischen Behörden optimiert. Dafür werden Qualitätskriterien guter Kooperation identifiziert, untersucht und für einen Abgleich mit dem IST-Zustand genutzt. Außerdem werden Handlungsoptionen erarbeitet, d.h. mögliche Maßnahmen zur Erreichung des „SOLL“-Zustands.

Arbeitspaket 6: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Transformation & Training
(Leitung: TH Wildau)

Um angestrebte Veränderungen schnell und nachhaltig in die Umsetzung zu bringen, wird in diesem Arbeitspaket ein Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) für Behörden konzipiert und erprobt. Ein rahmendes Transformations- und Trainingskonzept, das menschliche Faktoren wie Erwartungshaltungen oder Einstellungen berücksichtigt, soll die Umsetzung des KVP sowie insgesamt die Praxisanwendung der Forschungsergebnisse erleichtern, und generell die Anpassungsfähigkeit behördlicher Akteure erhöhen.

Arbeitspaket 7: Validierung, Evaluation und Verbreitung
(Leitung: Fraunhofer INT)

In diesem Arbeitspaket werden die verschiedenen Teilaspekte des Projekts zusammengeführt, die Arbeit zwischen unterschiedlichen Arbeitspaketen koordiniert und entlang der definierten Szenarien erprobt. Die verschiedenen RESKON-Module (AP2-6) werden in vier Evaluationsrunden getestet, wobei die jeweiligen Ergebnisse nach jeder Runde in den iterativen Verbesserungsprozess der Module einfließen. Außerdem wird in diesem AP durch Öffentlichkeitsarbeit der Transfer wichtiger Erkenntnisse ermöglicht und tragfähige Strukturen zur Multiplikation aufgebaut.