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RESKON: Nachhaltige fähigkeitsbasierte messbare Resilienzerhöhungen von Staat und Verwaltung durch kontinuierliche Verbesserung

Laufzeit: Oktober 2024 – September 2027
Budget: 2.937.853 €

Angesichts aktueller Entwicklungen wie den Auswirkungen des Klimawandels und der angespannten geopolitischen Lage sowie jüngster krisenhafter Ereignisse wie der Corona-Pandemie zeigt sich, dass disruptive Ereignisse zunehmend häufiger, intensiver, dynamischer und komplexer werden. Sie haben das Potenzial, zu kaskadieren sowie kritische Infrastrukturen und Leben zu gefährden. Die Notwendigkeit wächst, sich kontinuierlich an eine sich in vielen Bereichen rasch wandelnde und immer stärker vernetzte Gesellschaft anzupassen.

Die Bewältigung der daraus resultierenden Herausforderungen erfordert resiliente Behörden. Diese müssen dazu in der Lage sein, ihre Verwaltungsfunktionen zu gewährleisten sowie eine effektive Krisenvorsorge und -bewältigung zu betreiben, die mit nationalen und europäischen Zielvorgaben übereinstimmt.

Ziel von RESKON ist eine nachhaltige Resilienzerhöhung von Behörden. Dafür wird ein modularer Werkzeugkoffer erarbeitet, dessen Module universell für jede Behörde einsetzbar sein sollen und auch einzeln/ unabhängig voneinander verwendet werden können. Die einzelnen Module umfassen

  1. ein Resilienzfähigkeitsmodell zur qualitativen Feststellung des Niveaus der bestehenden sowie erforderlichen Resilienz-steigernden Fähigkeiten in und von Behörden;
  2. ein systematisches Verfahren zur Resilienzquantifizierung, um die Resilienz von Behörden quantitativ zu erfassen und die Resilienzsteigerung einfacher Maßnahmen (z.B. Personalerhöhung) zu bewerten;
  3. ein Methodenkatalog, der resilienzsteigernde komplexe Maßnahmen bzw. spezifische Methoden wie Instrumente und Trainingskonzepte katalogisiert und diese entsprechend ihrer spezifischen Eigenschaften analysiert, wie erwarteter Aufwand, Effekt und ihre Zuordnung zu den passenden Fähigkeiten;
  4. ein Kooperationskonzept zur Entwicklung und Verbesserung der horizontalen und vertikalen Kommunikation, Koordination sowie des Wissenstransfers zwischen und innerhalb von Behörden;
  5. ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), der im RESKON-Zyklus die intendierten Veränderungen direkt in die Umsetzung bringt und zudem als Konzept Behörden befähigt, ihre Prozesse und Strukturen strategisch und langfristig zu optimieren und resilienzsteigernde Maßnahmen inklusive der Überprüfung ihrer Wirksamkeit effizienter umzusetzen;
  6. sowie Transformations- und Trainingsformate zur Unterstützung der praktischen Implementierung, Stärkung des Transfers in den behördlichen Alltag und zur Förderung eines besseren Verständnisses und aktiverem Handeln, um einen nachhaltigen Kulturwandel in Behörden anzustoßen.

Die Module sollen universell für jede Behörde einsetzbar sein und können einzeln/ unabhängig voneinander verwendet werden. Am effektivsten funktionieren die Module jedoch synergetisch als integriertes System im Rahmen des RESKON-Kreislaufs. Dieser Ansatz ist unabhängig von der Verantwortungsebene, Größe, dem Standort, Aufgabenbereich oder den Vorerfahrungen der jeweiligen Behörde.


Im Zuge der Bekanntmachung »Sicherstellung und Verbesserung der Handlungsfähigkeit von Staat und Verwaltung bei krisenhaften Ereignissen« im Rahmen des Programms »Forschung für die zivile Sicherheit 2018 bis 2023“ der Bundesregierung«.