KIMO: KI-gestützte Sicherung von Erfahrungswissen im Arbeitsprozess
Erfahrungswissen geht verloren
Mit dem Demonstrator KIMO hat das Fraunhofer IFF eine Lösung zur systematischen Sicherung und Nutzbarmachung von Erfahrungswissen direkt während der Arbeit entwickelt. Ziel ist es, Mitarbeitende zu entlasten, Wissen nachhaltig verfügbar zu machen, Einarbeitungszeiten zu verkürzen und Stillstandzeiten zu reduzieren. Ausgangspunkt ist unsere Beobachtung, dass in vielen Betrieben die Qualität von Tätigkeiten wie Instandhaltung, Inbetriebnahme oder Störungsbehebung stark vom impliziten Wissen erfahrener Beschäftigter abhängt. Dieses Wissen ist häufig nicht dokumentiert und geht verloren, wenn Fachkräfte ausscheiden. Gleichzeitig verringert Automatisierung Lerngelegenheiten im Alltag, wodurch der Umgang mit komplexen Situationen schwieriger wird.
Lösung: KIMO im Arbeitsprozess
KIMO setzt genau hier mit einer innovativen Lösung an. Das System begleitet Fachkräfte während ihrer Tätigkeit über eine sprachbasierte Assistenz. Mitarbeitende erläutern ihre Arbeitsschritte mit KIMO, während die KI gezielt nachfragt, wenn Informationen fehlen oder unklar sind. Auf diese Weise werden Abläufe, Kontextbedingungen, typische Fehler, Warnhinweise und Begründungen strukturiert erfasst. Die gewonnenen Inhalte werden gespeichert und stehen anschließend über den Chatbot der KI in natürlicher Sprache zur Verfügung. So entsteht ein kontextreiches Wissensprofil, das über klassische Handbücher und starre Arbeitsanweisungen hinausgeht.

KIMO digitalisiert implizites und explizites Erfahrungswissen und macht es für Assistenzsysteme sowie automatisierte Prozesse nutzbar. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur Automatisierten Manufaktur. KI-gestützte Wissenssicherung und Wissensvermittlung verkürzen Einarbeitungszeiten, reduzieren Schulungsaufwände und stärken die Fachkompetenz der Mitarbeitenden. So werden Lernprozesse beschleunigt, Automatisierungslösungen verbessert und dem Fachkräftemangel gezielt entgegengewirkt.















