Über das Projekt
Am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg werden ultradünne, hocheffiziente III-V-Solarzellen entwickelt. Das Forschungsprojekt „Nachhaltige Energiewende durch höchsteffiziente Tandemphotovoltaik“, das in Zusammenarbeit mit der Werner Siemens-Stiftung durchgeführt wird, zielt auf die Entwicklung einer neuen Generation von Solarzellen und Modulen mit deutlich höherem Wirkungsgrad als heutige Technologien. Im Fokus stehen Tandemsolarzellen auf Basis von III-V-Halbleitern, welche die unterschiedlichen Spektralbereiche des Sonnenlichts besonders effizient nutzen. Ziel ist es, die Technologie durch gezielte Forschung und Entwicklung für eine Stromerzeugung auf der Erde konkurrenzfähig zu machen und damit eine wirtschaftliche Verwertung in Europa zu ermöglichen.
Ziele
Effizienz steigern
Entwicklung ultradünner Tandemsolarzellen und -module mit deutlich erhöhtem Wirkungsgrad. Innovative Modulkonzepte nutzen bis zu 1000-fache Sonnenkonzentration.
Ressourcen schonen
Verringerung des Halbleiterbedarfs um drei Größenordnungen. Dies ermöglicht signifikante Energie- und Materialeinsparung. Höhere Modulwirkungsgrade senken zudem den Flächenbedarf.
Kosten senken
Reduktion der Herstellkosten um bis zu zwei Größenordnungen durch innovative Produktionsverfahren.
Prozesse skalieren
Entwicklung von sehr schnellen bzw. effizienten Herstellungsverfahren für III-V-Tandemsolarzellen und -module.
Projektleitung
Das Projekt wird am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE durchgeführt.
Die Projektleitung liegt bei Dr. Frank Dimroth, Leiter der Abteilung III-V Photovoltaik und Konzentratortechnologie sowie bei Prof. Dr. Andreas Bett, Institutsleiter des Fraunhofer ISE und Professor am Institut für Physik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Förderung
Das Projekt „Nachhaltige Energiewende durch höchsteffiziente Tandemphotovoltaik“ wird von der Werner Siemens-Stiftung (WSS) mit insgesamt 14 Millionen Euro über einen Zeitraum von 7,5 Jahren (2025–2032) gefördert.
Zusätzlich stellt die Fraunhofer-Gesellschaft weitere Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro bereit.