{"id":200,"date":"2021-11-05T08:57:52","date_gmt":"2021-11-05T07:57:52","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/med2icin\/?p=200"},"modified":"2021-11-05T08:57:52","modified_gmt":"2021-11-05T07:57:52","slug":"fraunhofer-institute-stellen-ersten-prototypen-fuer-digitalen-patienten-zwilling-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/med2icin\/fraunhofer-institute-stellen-ersten-prototypen-fuer-digitalen-patienten-zwilling-vor\/","title":{"rendered":"Fraunhofer-Institute stellen ersten Prototypen f\u00fcr digitalen Patienten-Zwilling vor"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit einem Klick zur optimalen Pr\u00e4vention, Diagnose \nund Therapie: Sieben Fraunhofer-Institute pr\u00e4sentieren im Rahmen des \nLeitprojekts MED\u00b2ICIN den ersten Prototyp eines digitalen \nPatientenmodells. Die personalisierte und kostenintelligente Behandlung \nwird damit auf eine ganz neue Basis gestellt und er\u00f6ffnet neue \nPerspektiven. Getestet wird der Prototyp bereits am Universit\u00e4tsklinikum\n Frankfurt. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbMit dem Prototyp eines digitalen Patientenmodells betreten wir eine \nneue \u00c4ra bei der Behandlung der Patientinnen und Patienten\u00ab, sagt Dr. \nStefan Wesarg, Head of Competence Center Visual Healthcare Technologies \nam Fraunhofer-Institut f\u00fcr Graphische Datenverarbeitung IGD und \nKoordinator von MED\u00b2ICIN.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang sind die Diagnose und Therapie von chronischen Erkrankungen \nwie Multipler Sklerose, Krebs oder Demenz \u00e4u\u00dferst komplex und \nkostenintensiv. Ein Grund: Patientendaten wie Anamnesegespr\u00e4che, \nMRT-Aufnahmen, Laboruntersuchungen oder Therapieverl\u00e4ufe werden zwar \nimmer besser digital erfasst und vorgehalten, liegen aber unstrukturiert\n und f\u00fcr die Behandelnden nicht immer greifbar vor. Eine sinnvolle \nAufbereitung, Verkn\u00fcpfung und Visualisierung der Patientendaten und ein \ndirekter Zugriff auf aktuellste Studiendaten oder Leitlinien f\u00fcr die \nklinische Entscheidungsfindung ist im Klinikalltag w\u00e4hrend der \nPatientenvorstellung nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Digitaler Zwilling f\u00fcr eine optimale Patientenversorgung<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Leitprojekt MED\u00b2ICIN verbindet nun all diese \nGesundheitsinformationen einer Patientin oder eines Patienten \nmiteinander und gleicht sie mit Parametern aus Populationsstudien und \nDaten spezifischer Krankheitsbilder wie Diagnostik, Krankheitsverlauf, \nMedikation oder Therapien anderer Betroffener ab. Klinische Leitlinien \nund gesundheits\u00f6konomischer Aspekte ber\u00fccksichtigend, lassen so ein \nganzheitliches, digitales Patientenmodell entstehen \u2013 ein digitaler \nZwilling.<\/p>\n\n\n\n<p> Gearbeitet wird mit dem entwickelten digitalen Abbild bereits am  Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt am Main. Hier wird es am Beispiel  chronisch entz\u00fcndlicher Darmerkrankungen (CED) evaluiert und  implementiert. Dazu liegen Daten von mehr als 600 Betroffenen mit 170  verschiedenen Parametern vor. Eine Zusammenarbeit wie die mit dem  Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt am Main bietet f\u00fcr die  Fraunhofer-Institute einen gro\u00dfen Vorteil: \u00bbDurch das Feedback von  \u00c4rztinnen und \u00c4rzten k\u00f6nnen wir bereits jetzt gezielt auf die W\u00fcnsche  und Fragestellungen derjenigen eingehen, die das System sp\u00e4ter im  Einsatz haben werden\u00ab, erl\u00e4utert Wesarg. Ein interdisziplin\u00e4res  Zusammenspiel erfolge zudem unter den sieben beteiligten  Fraunhofer-Instituten. Sie schaffen durch ihre Spezialgebiete  einzigartige Voraussetzungen f\u00fcr die Entwicklung eines solchen digitalen  Patientenmodells.<\/p>\n\n\n\n<p>\nAktuelle Anwender in dieser Projektphase sind Medizinerinnen und \nMediziner im Krankenhaus in der Behandlung von zumeist eingewiesenen \nErkrankten mit komplexen Krankheitsverl\u00e4ufen. Im sp\u00e4teren Verlauf sind \nauch niedergelassene Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzte eingebunden, aber auch \ndie Patientinnen und Patienten sollen Zug\u00e4nge er-halten. Gleiches gilt \nf\u00fcr Forschungsinstitute oder Krankenkassen. Daf\u00fcr wollen die \nFraunhofer-Forschenden die L\u00f6sung gemeinsam mit Life-Science-Unternehmen\n und Technologie-Providern in der Health IT vermarkten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besserer Einsatz gesamtgesellschaftlicher Gesundheitsausgaben m\u00f6glich<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00bbMit diesem Abbild einer Patientin oder eines Patienten \nlassen sich jedoch nicht nur enorme Verbesserungspotenziale f\u00fcr die \nBehandlung von Einzelpersonen erreichen\u00ab, sagt Wesarg. Auch ein besserer\n Einsatz gesamtgesellschaftlicher Gesundheitsausgaben sei so m\u00f6glich. \nEin intelligenter Ressourceneinsatz ist besonders vor der \nHerausforderung des demografischen Wandels von zentraler Bedeutung. \nTechnologiegetriebene Innovationen wie das Fraunhofer-Leitprojekt \nMED\u00b2ICIN helfen, die stetig steigenden Kosten f\u00fcr eine bestm\u00f6gliche \nBehandlung der Betroffenen zu nutzen. Das Leitprojekt geht durch das \nZur\u00fcckgreifen auf einen Datenpool zu \u00e4hnlichen F\u00e4llen und einer Analyse \nder Daten dabei weit \u00fcber bestehende Digitalisierungsprojekte wie zum \nBeispiel das der elektronischen Patientenakte oder \nKrankenhausinformationssystemen (KIS) hinaus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Modulares Dashboard f\u00fcr die Visualisierung der Daten<\/h3>\n\n\n\n<p>Aufbereitet und visualisiert werden die Daten bei MED\u00b2ICIN in\n einem modularen Dashboard. Die Oberfl\u00e4che wurde derart gestaltet, dass \nsie intuitiv zu bedienen und je nach Nutzendem individuell anpassbar \nist. So ist zum Beispiel auch ein 3D-Modell des menschlichen K\u00f6rpers mit\n seinem Organsystem integriert. Wobei der Detaillierungsgrad der \nangezeigten Informationen beim Leitprojekt MED\u00b2ICIN noch viel h\u00f6her ist \nals 3D-Modelle es erm\u00f6glichen. Mit dem Dashboard erh\u00e4lt das medizinische\n Fachpersonal nun eine umfangreiche, datengest\u00fctzte Entscheidungshilfe, \num die beste Therapie einleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas Leitprojekt MED\u00b2ICIN wird als generisches Modell entwickelt. Es kann\n f\u00fcr eine Viel-zahl von medizinischen Fragestellungen zu \nunterschiedlichsten Krankheitsbildern \u2013 wie die des Herzkreislaufsystems\n oder der Onkologie \u2013 herangezogen werden. Die Entwicklung erfolgt unter\n strenger Einhaltung der europ\u00e4ischen Datenschutzgrundverordnung. Alle \nDaten werden pseudonymisiert und lassen keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf einzelne \nPersonen zu. Das Leitprojekt startete im Oktober 2018 und ist auf vier \nJahre ausgelegt. Nach den ersten erfolgreichen Tests steht nun die \nWeiterentwicklung des digitalen Patientenmodells und die Suche nach \nIT-Partnern an, die die L\u00f6sung f\u00fcr Krankenh\u00e4user implementieren k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem Klick zur optimalen Pr\u00e4vention, Diagnose und Therapie: Sieben Fraunhofer-Institute pr\u00e4sentieren im Rahmen des Leitprojekts MED\u00b2ICIN den ersten Prototyp eines digitalen Patientenmodells. 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