Hier finden Sie Fallbeispiele aus den Organisationen, die als Unternehmenslabore am Projekt KI-ULTRA teilgenommen haben.
29 Unternehmen wurden im Rahmen der Feldforschungsphase von KI-ULTRA bei einem KI-Einführungs-projekt begleitet. Dabei wurden über einen Zeitraum von 6 bis 18 Monaten immer wieder Gespräche geführt, unterschiedliche Stakeholder befragt, gemeinsame Workshops zu wichtigen KI-Themen durchgeführt und so eine tiefgehende ethnographische Begleitung des Einführungsprojekts erreicht. Im Rahmen dieser Feld-forschung entstanden Fallstudien aus den einzelnen Unternehmen, die als wertvolle „Best-Practice“ ebenso wie als „Lessons Learned“ für andere Unternehmen dienen können. Stöbern Sie durch die einzelnen Berichte und lassen Sie sich inspirieren!




Mit Sprachsteuerung zur Weiterbildung
Unternehmen: TRUMPF Werkzeugmaschinen Deutschland Vertrieb + Service GmbH + Co. KG
Ort: Ditzingen
Anzahl der Mitarbeitenden: ca. 450
Gründungsjahr: 2007
Branche: Maschinenbau
With voice control for further training
Company: TRUMPF Machine Tools Germany Sales + Service GmbH + Co. KG
Location: Ditzingen
Number of employees: approx. 450
Year founded: 2007
Industry: Mechanical engineering
Ausgangssituation
Das deutsche Tochterunternehmen für Vertrieb und Service der TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG als innovativer Vertriebspartner seiner Kunden möchte seine Außendienstmitarbeitenden im Vertrieb optimal bei ihrer Arbeit unterstützen. Derzeit werden Kundentermine dokumentiert, indem To-dos im CRM-System erfasst, intern Verbleibe kommuniziert und Termine eingestellt werden. Anschließend erfolgt die Planung für den nächsten Tag und die Vorbereitung auf die einzelnen Termine. Zudem kommt es vor, dass bei neuen Mitarbeitenden oder neu eingeführten Produkten nicht ausreichend Zeit für die aktive Weiterbildung verfügbar ist.
Lösungsansatz
Es soll ein digitaler Sprachassistent aufgesetzt werden, welcher u.a. die Protokollerstellung unterstützt und daraus diverse Folgeaktionen ableiten kann. Diese Folgeaktionen könnten sein: Termine einstellen, Flyer automatisch versenden, Aktionsprotokolle aufsetzen oder auch Termine vorbereiten. Außerdem soll die Anwendung die persönliche Weiterentwicklung fördern, indem für die Mitarbeitenden individualisierte Lernpfade bereitgestellt werden. Diese sollen auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst und zu jeder Zeit nutzbar sein.
Zudem soll der digitale Assistent den Mitarbeitenden helfen, wichtige Gesprächsinformationen direkt nach dem Gespräch per Sprachsteuerung abzusetzen, was unterwegs (z. B. direkt nach dem Kundentermin, auf Messen) sinnvoll sein kann, um Informationsverluste zu vermeiden.
Beteiligte Interessensgruppen
Technologie
Es soll ein digitaler Sprachassistent erstellt werden, welcher per mobilem Endgerät ausführbar und als eigenständige Anwendung verfügbar ist. Diese wird über Schnittstellen an die bestehenden Systeme angebunden.
Zunächst erfolgt die Implementierung des Prototyps unabhängig von der IT. Die Einbindung in die Betriebssysteme erfolgt erst, wenn der Prototyp ausgereift ist.
Herausforderungen
Die bestehenden Lernsysteme sind auf die Bedürfnisse der heutigen Zeit nicht ausgerichtet. Beispielhafte Herausforderungen sind aktuell: das Identifizieren von Terminlücken sowie Mitarbeitende zu motivieren, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und sie zu nutzen. Zudem gibt es fehlende Ressourcen in der IT, was den Entwicklungsprozess verzögert.
Ergebnis
Bisher wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um die Anforderungen des Außendienstes mit den technischen Möglichkeiten abzugleichen. Daraufhin wurde ein erster Demonstrator aufgesetzt, der mögliche Szenarien sichtbar macht, die die Akzeptanz der Belegschaft fördern sollen. Im 1. Quartal 2023 wurde ein Proof of Concept gestartet, bei welchen im ersten Schritt die Aufnahme der Protokolle in der richtigen Struktur erfolgte. Die technische Implementierung ist ab Sommer geplant.
Learnings
Bei derartigen Neuerungen muss die Belegschaft mitgenommen werden und partizipativ teilhaben können.
Initial situation
The German subsidiary for sales and service of TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co KG, an innovative sales partner for its customers, would like to provide its sales representatives with optimum support in their work. Currently, customer appointments are documented by recording to-dos in the CRM system, communicating whereabouts internally and setting appointments. This is followed by planning for the next day and preparing for the individual appointments. It also happens that there is not enough time for active training for new employees or newly introduced products.
Solution approach
A digital voice assistant is to be set up which, among other things, supports the creation of minutes and can derive various follow-up actions from this. These follow-up actions could be: setting appointments, sending flyers automatically, setting up action logs or preparing appointments. The application is also intended to promote personal development by providing employees with individualized learning paths. These should be adapted to the individual needs of employees and can be used at any time.
The digital assistant should also help employees to send important call information directly after the call by voice control, which can be useful on the move (e.g. directly after a customer appointment, at trade fairs) to avoid loss of information.
Stakeholders involved
Technology
A digital voice assistant is to be created that can be executed via a mobile device and is available as a stand-alone application. This will be connected to the existing systems via interfaces.
Initially, the prototype is implemented independently of IT. Integration into the operating systems only takes place once the prototype is fully developed.
Challenges
The existing learning systems are not geared towards the needs of today’s world. Current challenges include identifying gaps in deadlines and motivating employees to engage with and use new technologies. There is also a lack of resources in IT, which delays the development process.
Result
To date, a feasibility study has been carried out to compare the requirements of the sales force with the technical possibilities. An initial demonstrator was then set up to visualize possible scenarios to promote acceptance among the workforce. A proof of concept was launched in the first quarter of 2023, with the first step being to record the protocols in the correct structure. Technical implementation is planned from the summer.
Learnings
The workforce must be involved in such innovations and be able to participate.