Hier finden Sie Fallbeispiele aus den Organisationen, die als Unternehmenslabore am Projekt KI-ULTRA teilgenommen haben.
29 Unternehmen wurden im Rahmen der Feldforschungsphase von KI-ULTRA bei einem KI-Einführungs-projekt begleitet. Dabei wurden über einen Zeitraum von 6 bis 18 Monaten immer wieder Gespräche geführt, unterschiedliche Stakeholder befragt, gemeinsame Workshops zu wichtigen KI-Themen durchgeführt und so eine tiefgehende ethnographische Begleitung des Einführungsprojekts erreicht. Im Rahmen dieser Feld-forschung entstanden Fallstudien aus den einzelnen Unternehmen, die als wertvolle „Best-Practice“ ebenso wie als „Lessons Learned“ für andere Unternehmen dienen können. Stöbern Sie durch die einzelnen Berichte und lassen Sie sich inspirieren!




Mit Künstlicher Intelligenz wichtige Projektentscheidungen sicher treffen
Hawk Intelligent Technologies GmbH
Ort: Neustadt an der Aisch
Anzahl der Mitarbeitenden: 10
Gründungsjahr: 2015
Branche: Industrielle Fertigung: KI-basierte Produktionsoptimierung
Using artificial intelligence
to make important project decisions with confidence
Hawk Intelligent Technologies GmbH
Place: Neustadt an der Aisch
Number of employees: 10
Year of foundation: 2015
Sector: Industrial manufacturing: AI-based production optimization
Ausgangssituation
Die Hawk Intelligent Technologies GmbH (Hawk) ist ein Unternehmen, das Lösungen anbietet, um betriebliche Entscheidungen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu vereinfachen. Dabei stehen vor allem die Optimierung, Organisation und Feinabstimmung, der Personaleinsatz- und Produktionsplanung im Rahmen der industriellen Produktionsprozesse im Fokus. Hierfür bietet Hawk folgende Produkte und Dienstleistungen an: „Hawk Production Platform“ mit Modulen wie getaiplan für hochflexible Personaleinsatzplanung, Sicherheitspass, Produktionsplanung; KI-Consulting und Entwicklung sowie KI-gestützte Prognosen und Entscheidungen z. B. Vorhersagen von Auftragsvolumen und optimale Fertigungsabläufe.
Im Kontext der internen Themen „Qualifizierung und Kompetenzmanagement“, „Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung“ und im Besonderen der „Kapazitätsplanung und Termintreue“ möchte Hawk den Einsatz von KI-Lösungen auch intern vorantreiben, um sich den Marktanforderungen flexibel anpassen zu können.
Bei Hawk findet die Projektverwaltung, zu der Kundenprojekte als auch interne Projekte gehören, bis ins Detail digital statt. Daten liegen strukturiert vor und sind somit für ein KI-Projekt direkt nutzbar. Die Kopplung der Projektplanung mit der Kapazitätsplanung erlaubt besonders realistische Planungen. Die äußerst komplexen Prozesse sollen in Zukunft vereinfacht werden. Dabei stellen die Methoden zur Bewertung und Priorisierung die relevanten Aspekte dar, um in Zukunft Entscheidungsprozesse effizienter, schneller und vor allem unter Berücksichtigung historischer Daten durchzuführen.
Die Einführung einer KI-basierten Plattform fordert auch eine interne Transformation z.B. in den Abläufen oder Rollenfunktion bei Hawk, was die Teilnahme am Projekt KI-ULTRA begründet.
Lösungsansatz
Es sollte die hauseigene KI-Lösung, die “Hawk Production Platform” eingeführt werden. Normalerweise ist diese für industrielle Prozesse ausgelegt, allerdings hat sich gezeigt, dass diese Plattform mit Lösungsmodulen für z.B. Zeiterfassung, Qualifikationsmanagement und Planungsprozessen wie der Kapazitätsplanung ideal geeignet ist, um auch für interne Abläufe genutzt werden zu können.
Die KI soll dabei helfen zu identifizieren wer, wann, in welchem Projekt am sinnvollsten unterstützen könnte, um die Liefertreue als auch die Kapazitätsplanung zu optimieren.
Das Projekt wurde in drei Phasen aufgeteilt. In der ersten Phase wurden alle Abteilungen und alle Hierarchieebenen der Firma involviert, um die Anforderungen zu erfassen und das Projekt realistisch aufzusetzen. In der zweiten Phase wurde die Plattform eingeführt – zunächst manuell, das heißt ohne KI-Unterstützung. In dieser Phase sollte auch die Transformation vollzogen werden. In diesem Zuge werden auch die Guidelines des KI-ULTRA Projektes getestet. In der letzten Phase wird die KI implementiert.
Beteiligte Interessensgruppen
Technologie
Die eingesetzte KI-Technologie wird vom Hawk selbst gefertigt.
In der „Hawk Production Platform“ wird auf ein KI-System gesetzt, welches zum Teil auch generative KI-Verfahren integriert hat. So werden Verhaltensweisen und situationsbedingte Planungsentscheidungen erlernt und in zukünftigen Berechnungen berücksichtigt. Dadurch werden bessere Ergebnisse in deutlich kürzerer Zeit erzielt.
Herausforderungen
Die KI-Plattform muss an die verschiedenen im Unternehmen eingesetzten SaaS-Lösungen von Drittanbieter*innen angeschlossen werden, wie z.B. an das CRM-System (Salesforce) oder Atlassian.
Zusätzlich benötigte der Umbau der Prozesse auch ein Change-Management im Unternehmen. Die digitale Transformation erfordert auch die Schaffung neuer Verantwortlichkeiten und Rollen sowie einer umfassenden Kommunikation für eine hohe Transparenz. Durch die frühe Projekt-Integration der Mitarbeitenden konnte eine hohe Akzeptanz im Unternehmen geschaffen werden, die allerdings auch mehr Zeit in Anspruch nahm als erwartet.
Ergebnis
Bei Hawk ist nun die “Hawk Production Platform” fester Bestandteil der Unternehmensprozesse und ein integraler Bestandteil für die Priorisierung der Projekte. Unter Einsatz der Plattform wurden bereits verschiedene Projekte durchgeführt, wodurch sich die eigene Arbeitsqualität anhand der erzielten Ergebnisse verbessert hat. Die deutlich schnelleren Entscheidungen führten zur Reduzierung der Anzahl der Meetings und deren Dauer. Darüber hinaus hilft die KI-Lösung auch, Kapazitäten besser zu allokieren. Frei gewordene Kapazitäten helfen neue Projekte zu akquirieren.
Learnings
Standardprozesse und Architekturen sowie Datenqualität und Kompatibilität sind Erfolgsfaktoren bei einem KI-Projekt, allerdings zeigt sich auch, dass mit der Einführung von KI Prozesse verändert werden müssen.
Initial situation
Hawk Intelligent Technologies GmbH (Hawk) is a company that offers solutions to simplify operational decisions with the help of artificial intelligence (AI). The main focus here is on the optimization, organization and fine-tuning of personnel deployment and production planning in the context of industrial production processes. Hawk offers the following products and services for this purpose: “Hawk Production Platform” with modules such as getai plan for highly flexible workforce scheduling, safety pass, production planning; AI consulting and development as well as AI-supported forecasts and decisions, e.g. predictions of order volumes and optimal production processes.
In the context of the internal topics of “qualification and skills management”, “work organization and work design” and, in particular, “capacity planning and adherence to deadlines”, Hawk would also like to promote the use of AI solutions internally in order to be able to adapt flexibly to market requirements.
At Hawk, project management, which includes customer projects as well as internal projects, is digital down to the last detail. Data is available in a structured format and can therefore be used directly for an AI project. Linking project planning with capacity planning allows for particularly realistic planning. The extremely complex processes are to be simplified in the future. The methods for evaluation and prioritization represent the relevant aspects for carrying out decision-making processes more efficiently, faster and, above all, taking historical data into account in the future.
The introduction of an AI-based platform also requires an internal transformation, e.g. in the processes or role function at Hawk, which is the reason for participation in the AI-ULTRA project.
Solution approach
The in-house AI solution, the “Hawk Production Platform”, was to be introduced. This is normally designed for industrial processes, but it has been shown that this platform with solution modules for e.g. time recording, qualification management and planning processes such as capacity planning is ideally suited to be used for internal processes as well.
The AI should help to identify who could provide the most useful support when and in which project in order to optimize both delivery reliability and capacity planning.
The project was divided into three phases. In the first phase, all departments and all hierarchical levels of the company were involved in order to record the requirements and set up the project realistically. In the second phase, the platform was introduced – initially manually, i.e. without AI support. The transformation was also to be completed in this phase. The guidelines for the AI-ULTRA project were also tested during this phase. In the final phase, the AI is implemented.
Stakeholders involved
Technology
The AI technology used is manufactured by the Hawk itself.
The “Hawk Production Platform” is based on an AI system that also integrates generative AI processes to some extent. Behavioral patterns and situational planning decisions are learned and taken into account in future calculations. This achieves better results in a significantly shorter time.
Challenges
The AI platform must be connected to the various third-party SaaS solutions used in the company, such as the CRM system (Salesforce) or Atlassian.
In addition, the restructuring of processes also required change management within the company. The digital transformation also required the creation of new responsibilities and roles as well as comprehensive communication to ensure a high level of transparency. By integrating employees into the project at an early stage, it was possible to create a high level of acceptance within the company, although this also took longer than expected.
Result
At Hawk, the “Hawk Production Platform” is now an integral part of the company’s processes and an integral component for prioritizing projects. Various projects have already been carried out using the platform, which has improved the quality of the company’s own work based on the results achieved. The significantly faster decisions led to a reduction in the number of meetings and their duration. The AI solution also helps to better allocate capacities. Freed-up capacities help to acquire new projects.
Learnings