KI-ULTRA

Fallberichte

Hier finden Sie Fallbeispiele aus den Organisationen, die als Unternehmenslabore am Projekt KI-ULTRA teilgenommen haben.

Fallberichte

29 Unternehmen wurden im Rahmen der Feldforschungsphase von KI-ULTRA bei einem KI-Einführungs-projekt begleitet. Dabei wurden über einen Zeitraum von 6 bis 18 Monaten immer wieder Gespräche geführt, unterschiedliche Stakeholder befragt, gemeinsame Workshops zu wichtigen KI-Themen durchgeführt und so eine tiefgehende ethnographische Begleitung des Einführungsprojekts erreicht. Im Rahmen dieser Feld-forschung entstanden Fallstudien aus den einzelnen Unternehmen, die als wertvolle „Best-Practice“ ebenso wie als „Lessons Learned“ für andere Unternehmen dienen können. Stöbern Sie durch die einzelnen Berichte und lassen Sie sich inspirieren!

Schwarze Strichzeichnung von vier hohen, nebeneinander angeordneten Gebäuden, die eine Stadtlandschaft darstellen, zentriert auf einem hellen gelbgrünen kreisförmigen Hintergrund.

29 Unternehmen wurden begleitet

Ein schwarzes Uhrensymbol mit einem Pfeil, der einen Teilkreis bildet und auf einem hellgrünen kreisförmigen Hintergrund den Zeitablauf anzeigt.

Dauer der Begleitung: 6-18 Monate

Ein durchgehendes schwarzes Häkchen in einem hellgelbgrünen Kreis symbolisiert Bestätigung oder Genehmigung.

Entstanden sind wertvolle Best Practices!

Ein schwarzes Umrisssymbol eines Dokuments mit Textzeilen und einem Bleistift vor einem hellen, limettengrünen, kreisförmigen Hintergrund.

Stöbern Sie jetzt durch die Fallberichte!

Der schwarze Umriss eines Preisschilds mit der Aufschrift „KOSTENLOS“ vor einem hellgrünen, kreisförmigen Hintergrund.

Alle Angebote dieser Website sind kostenfrei!

Eine Auswahl spannender Fallberichte

Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen (AEWB)

Prüfung von Arbeitsumfängen und Berechnung von Finanzhilfe in der Erwachsenenbildung
Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen


Ort
: Hannover
Anzahl der Mitarbeitenden: ca. 40
Gründungsjahr: 2006
Branche: Erwachsenenbildung

Agency for Adult and Continuing Education Lower Saxony (AEWB)

Examination of scopes of work and calculation of financial aid in adult education
Lower Saxony Agency for Adult and Continuing Education

 

Place: Hanover
Number of employees: approx. 40
Year founded: 2006
Industry: Adult education

Eine Person hält ein Tablet, auf dem hervorgehobener Text angezeigt wird, überlagert mit digitalen Grafiken wie Texterkennung, Aa, einem Auge mit der Aufschrift „KI“ und Symbolen, die Textanalyse und künstliche Intelligenztechnologie symbolisieren.
© Aleksey Popov; DG-Studio; inspiring.team

Ausgangssituation

Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) ist die zentrale Dienstleisterin und Service-Anbieterin für alle anerkannten, öffentlich geförderten Erwachsenenbildungseinrichtungen in Niedersachsen. Eine ihrer Kernaufgaben besteht in der Berechnung und Auszahlung der Finanzhilfen an die Erwachsenenbildungseinrichtungen nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz (NEBG). Dafür werten drei Mitarbeitende jährlich circa 105.000 Nachweise mit definierten Informationen zu jeder durchgeführten Bildungsveranstaltung aus. Diese Prüfung erfolgt unter Nutzung einer Software, die abgelöst werden soll. In Verbindung mit der weiterentwickelten Software sollen Mitarbeitende durch Automatisierung von Routineaufgaben entlastet und langfristig durch KI-generierte Entscheidungsvorschläge bei der Nachweisprüfung unterstützt werden. Perspektivisch wird ebenso über den Einsatz von KI in Verbindung mit Texterkennung nachgedacht, um automatisierte Textanalysen mit dem Ziel der Identifikation von Trendveränderungen bei Bildungsinhalten und -formaten zu erhalten.

 

Lösungsansatz

Die Weiterentwicklung der Software, die die Mitarbeitenden bei der Prüfung der Bildungsveranstaltungen sowie bei der Berechnung unterstützt, erfolgt in Kooperation mit einem externen Softwaredienstleister. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass der Einsatz von KI noch kein Ziel der laufenden Weiterentwicklung ist. Vielmehr soll bei der Weiterentwicklung der Software zunächst ein höherer Grad an Digitalisierung erreicht werden, um die Mitarbeitenden besser zu unterstützen und zu entlasten. Zudem sollen die Daten von den Erwachsenenbildungseinrichtungen so an die AEWB übermittelt werden, dass Trendveränderungen bei Bildungsinhalten und -formaten identifiziert werden können.

 

Beteiligte Interessensgruppen

  • Mitarbeitende
  • Geschäftsführung
  • Abteilungsleitung
  • Betriebsrat (davon 1 Betriebsrat am Projekt beteiligt)

 

Technologie

Eine sehr große Menge von Daten hoher Qualität ist eine Voraussetzung für den Einsatz von Technologie, die mit einem hohen Grad an Digitalisierung oder KI verbunden ist. Deshalb wird die Datenbasis verbreitert und eine qualitative Aufbereitung der Daten angestrebt. Dazu sollen die Texte der anerkannten, öffentlich geförderten Erwachsenenbildungseinrichtungen, die mit der Prüfung der Bildungsveranstaltungen sowie der Berechnung und Auszahlung von Finanzhilfen in Verbindung stehen, möglichst umfassend gesammelt und systematisch strukturiert werden.

 

Herausforderungen

Die AEWB schätzt es als schwierig ein, Informationen, Wissen und Know-how zu einer unmittelbaren KI-Projekt-Umsetzung schnell, zuverlässig und sicher aufzubauen. Deshalb wird der Einsatz von KI in der laufenden Software-Entwicklung noch nicht angestrebt.

Bei einer Einführung von KI, die zur Prüfung der Bildungsveranstaltungen sowie Berechnung und Auszahlung von Finanzhilfen eingesetzt wird, muss die Rechtssicherheit der Entscheidungen auch mit KI sicher gewährleistet sein. Dementsprechend ist die Nachvollziehbarkeit und ein Nachweis der Qualität der KI-Ergebnisse für die AEWB von besonderer Bedeutung. Zudem ist der erhöhte Aufwand für die AEWB in personeller und finanzieller Hinsicht eine hohe Hürde – dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass alternative Lösungsansätze aufgezeigt wurden.

 

Ergebnis

Die weiterentwickelte Software wird voraussichtlich im Frühjahr 2024 fertig programmiert sein. Die Übermittlung der Daten der Erwachsenenbildungseinrichtungen an die AEWB erfolgt zweimal jährlich, jeweils im Frühjahr und Herbst. Voraussichtlich wird die neue Software im Frühjahr zunächst im Testbetrieb und ab Herbst 2024 im Echtbetrieb eingesetzt werden. Ebenso wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass ab 2025 eine Textanalyse zur Identifikation von Trendveränderungen bei Bildungsinhalten und -formaten möglich wird. Hierfür soll ein externes KI-Dienstleistungsunternehmen beauftragt werden.

 

Learnings

Das KI-ULTRA Projekt wird in der AEWB positiv wahrgenommen. Ohne KI-ULTRA wäre keine perspektivische KI-Lösung ins Auge gefasst worden. Außerdem fließen durch das Projekt neutrale und nicht von kommerziellen Interessen beeinflusste Informationen zum Aufbau von notwendigem Know-how in die Organisation ein. Als besonders wesentlich hat sich die moderierte Prozessanalyse mit dem Fokus „Schnittstelle Mensch-Maschine“ herausgestellt. Dieser Workshop führte zum zentralen Impuls für eine weitreichendere Digitalisierung der Arbeitsabläufe.

Zudem war die Information überaus hilfreich (und entlastend), dass KI-Softwarelösungen keinesfalls für jeden Anwendungsfall stets neu entwickelt werden müssen, sondern dass es auf dem Markt standardisierte KI-Softwarelösungen, wie zum Beispiel für Texterkennung gibt, die für den Anwendungsfall angepasst werden können.

Initial situation

The Agency for Adult and Continuing Education (AEWB) is the central service provider for all recognized, publicly funded adult education institutions in Lower Saxony. One of its core tasks is the calculation and payment of financial aid to adult education institutions in accordance with the Lower Saxony Adult Education Act (NEBG). To this end, three employees evaluate around 105,000 records with defined information on each educational event held each year. This verification is carried out using software that is to be replaced. In conjunction with the further developed software, employees are to be relieved of routine tasks through automation and, in the long term, supported by AI-generated decision proposals in the verification process. In the future, the use of AI in conjunction with text recognition is also being considered in order to obtain automated text analyses with the aim of identifying trend changes in educational content and formats.

 

Solution approach

The further development of the software, which supports employees in checking and calculating educational events, is being carried out in cooperation with an external software service provider. It has become clear that the use of AI is not yet a goal of ongoing development. Rather, a higher degree of digitalization is to be achieved in the further development of the software in order to better support and relieve the burden on employees. In addition, the data from the adult education institutions is to be transmitted to the AEWB in such a way that changes in trends in educational content and formats can be identified.

 

Stakeholders involved

  • Employees
  • Management
  • Department management
  • Works council (of which 1 works council involved in the project)

 

Technology

A very large amount of high-quality data is a prerequisite for the use of technology that is associated with a high degree of digitization or AI. For this reason, the database is being broadened and efforts are being made to process the data qualitatively. To this end, the texts of the recognized, publicly funded adult education institutions that are associated with the assessment of educational events and the calculation and disbursement of financial aid are to be collected as comprehensively as possible and systematically structured.

 

Challenges

The AEWB considers it difficult to build up information, knowledge and expertise for direct AI project implementation quickly, reliably and securely. For this reason, the use of AI in ongoing software development is not yet being pursued.

When introducing AI, which is used to audit educational events and calculate and pay out financial aid, the legal certainty of decisions must also be guaranteed with AI. Accordingly, the traceability and proof of the quality of the AI results is of particular importance for the AEWB. In addition, the increased expense for the AEWB in terms of personnel and finances is a major hurdle – particularly in view of the fact that alternative solutions have been identified.

 

Result

The advanced software is expected to be fully programmed in spring 2024. The data from the adult education institutions will be transmitted to the AEWB twice a year, in spring and fall. It is expected that the new software will initially be used in test mode in spring and in live operation from fall 2024. The conditions have also been created to enable text analysis to identify changes in trends in educational content and formats from 2025. An external AI service provider is to be commissioned for this purpose.

 

Learnings

The KI-ULTRA project is perceived positively at AEWB. Without KI-ULTRA, no prospective AI solution would have been considered. In addition, the project provides the organization with neutral information that is not influenced by commercial interests in order to build up the necessary know-how. The moderated process analysis with a focus on the “human-machine interface” proved to be particularly important. This workshop provided the central impetus for a far-reaching digitalization of work processes.

It was also extremely helpful (and relieving) to learn that AI software solutions do not always have to be developed from scratch for every use case, but that there are standardized AI software solutions on the market, such as for text recognition, which can be adapted to the use case.