Ausgangslage

Die umfassende Digitalisierung der Industrie bietet Unternehmen durch Entwicklungen rund um das Internet der Dinge und die sog. Industrie 4.0 vielfältige Potentiale. So tragen innovative digitale Technologien wie Cloud Computing, Big Data Analytics, Blockchain, Virtual und Augmented Reality oder künstliche Intelligenz und die internetbasierte Vernetzung von intelligenten Objekten wie Produktionsanlagen und Produkten dazu bei, dass Unternehmen ihre Produktionsprozesse effizienter und flexibler gestalten und neue Geschäftsmodelle mit innovativen, digitalen Angebotem entwickeln können. Unternehmen stehen dabei jedoch vor vielfältigen Herausforderungen in Bezug auf die Entwicklung digitaler Lösungsansätze und unterliegen dabei gleichzeitig einem hohen Handlungsdruck durch eine stetig zunehmende Kundennachfrage nach entsprechenden Angeboten sowie einem hohen Innovationsdruck durch (z.T. branchenfremde) Wettbewerber.

Für Unternehmen ist es daher von hoher Bedeutung, sich im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie durch proaktives Handeln und die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle mit innovativen hybriden Produkt-Dienstleistungsbündeln Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten und neue Märkte zu erschließen.

 

Markt und Wettbewerber

Im Zentrum steht der internationale Markt für Maschinenbau, in dem der deutsche Mittelstand, insbesondere durch Unternehmen aus Süddeutschland und Bayern, eine starke Rolle einnimmt.

 

 

Durch das Ziel des Forschungsprojekts, passgenaue Analytics-Lösungen auf Basis des produktionstechnischen Know-how bayerischer Unternehmen zu entwickeln, werden wettbewerbsrelevante Differenzierungsmerkmale sowohl gegenüber potentiellen neuen Konkurrenten als auch gegenüber Anbietern von Ersatzprodukten entwickelt. Insbesondere sollen bayerische Unternehmen in die Lage versetzt werden, intelligente hybride Leistungsbündel aus Hightech-Produktionssystemen und komplementären, datenbasierten Service-Leistungen anbieten zu können, um Wettbewerbsvorteile im internationalen Markt zu erlangen.

KMU sind dabei in besonderem Maß von Risiken des Wandels ihres Geschäftsmodells hin zur digitalen Produktion bzw. digitalen Dienstleistungserbringung betroffen, da sie im Vergleich zu Großunternehmen über geringere Budgets, begrenzte Ressourcen sowie eine kleinere Risikotragfähigkeit verfügen. Ein komparativer Wettbewerbsvorteil von produzierenden KMU ist jedoch deren Agilität.