Erfolgskriterien

Laut der Definition der DIN EN ISO 9241 beschreibt die Usability das „Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und mit Zufriedenheit zu erreichen“. Als abzuleitendes Erfolgskriterium besteht demnach zum einen die Effektivität des Systems. Das System hat einen Nutzen und erfüllt den Zweck, dass der Nutzer seine Ziele erreicht. Die Effizienz des Systems beschreibt den Aufwand für den Nutzer bei der Anwendung, um sein Ziel zu verfolgen. Zufriedenheit stellt die subjektive Erfahrung des Nutzers dar und fällt somit unter den Obergriff User Experience.

Ein heutzutage häufig verwendeter Kriterienkatalog wurde 1994 von Nielsen entwickelt. Er legt zehn Heuristiken fest, die eine Anwendung hinsichtlich der Usability erfüllen sollte. Die Sichtbarkeit des Systemstatus besagt, dass das System seine Nutzer durch Rückmeldungen darüber informiert, was momentan geschieht. Es sollte ebenfalls eine Gemeinsamkeit zwischen dem System und der realen Welt in dem Maße bestehen, dass das System an die Sprache des Nutzers angepasst ist. Der Nutzer soll Kontrolle über das System haben, indem er Aktionen rückgängig machen oder wieder zu einem bekannten Startpunkt gelangen kann. Das System muss konsistent sein und Designstandards einhalten, die Nutzern eine intuitive Navigation ermöglichen, wie zum Beispiel stets dasselbe Wort für einen bestimmten Sachverhalt zu benutzen. Eine klare Kommunikation und ein verständliches Design verhindern laut Nielsen versehentliche Fehler und Probleme, die durch Einschlagen des falschen Weges im Menü entstehen (Fehlervermeidung). Durch eine einfache Erklärung der Fehler lässt sich eine gute Fehlermeldung erreichen. Rekognition im Gegensatz zu Recall führt darüber hinaus zu einer geringeren mentalen Belastung des Nutzers. Erfüllt wird dies durch eine einfache Anleitung und sichtbare Informationen, die kein Erinnern verlangen. Das System sollte sich durch Flexibilität und Effektivität auszeichnen wie die Möglichkeit, Tutorials zu überspringen und direkt zur gewünschten Aktion zu gelangen. Hinsichtlich der Ästhetik fordert Nielsen ein minimalistisches Design, welches keine irrelevanten Informationen enthält. Das System hat eine Hilf- und Dokumentationsfunktion, welche den Nutzer bei der Erledigung der Arbeitsaufgaben unterstützt.

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